Wie wir uns begegnen
Was oft keinen Platz bekommt
Nicht alles, was in uns lebt, durfte bisher da sein. Manche Gefühle begleiten uns schon so lange, dass wir gelernt haben, sie zu unterdrücken, zu überspielen oder ihnen auszuweichen. Nicht, weil sie falsch sind. Sondern weil sie uns wehtun.
Angst, Traurigkeit, Wut, Scham und Zweifel — was wir so lange ausgeschlossen haben, verschwindet nicht einfach.
Alles, was so lange vor der Tür stand, nimmt sich irgendwann wieder seinen Platz am Tisch.
Oft beginnt Veränderung dort, wo wir bereit sind, uns dem zuzuwenden, wovor wir so lange weggelaufen sind.
Wenn Veränderung etwas in Bewegung bringt
Wenn wir beginnen, uns mit dem auseinanderzusetzen, was uns beschäftigt, tauchen manchmal Zweifel auf. Ängste werden spürbarer und alte Schutzmechanismen melden sich zurück. Vielleicht entsteht sogar der Impuls, wieder umzukehren oder nicht weiterzugehen.
Das bedeutet nicht, dass etwas falsch läuft. Oft ist es ein Zeichen dafür, dass sich etwas zu bewegen beginnt.
Unsere Schutzmechanismen haben uns einmal geholfen. Sie haben uns getragen, als uns keine andere Möglichkeit zur Verfügung stand. Deshalb lassen sie sich nicht einfach ablegen. Sie brauchen Zeit und einen sicheren Raum, in dem wir ihnen begegnen können.
Gerade in diesen Momenten kann es hilfreich sein, nicht allein zu bleiben, sondern innezuhalten und gemeinsam hinzuschauen.
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